Interviews

Politologe Wladimer Gel’man

„Dem Kreml den größtmöglichen Schaden zufügen“

08.09.2019
Bei den Regionalwahlen in Russland wurden viele legitime Kandidaten nicht zugelassen. Die Abstimmung aus Protest zu boykottieren, wäre aber ein Fehler, sagt Politologe Wladimir Gel’man.

Historiker Arnd Bauerkämper

„Von Hitler bekam Stalin viel einfacher das, was er wollte“

23.08.2019
Warum kooperierte die Sowjetunion am Vorabend des Zweiten Weltkrieges mit Nazi-Deutschland und nicht mit Frankreich und Großbritannien? Historiker Arnd Bauerkämper erklärt, was 1939 unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg passiert ist.

Politologe Andrei Kolesnikow

„Der Kreml ist oft ratlos, wie er reagieren soll“

09.08.2019
Am Wochenende wollen in Moskau wieder Hunderttausende protestieren. Das repressive System werden sie nach Ansicht des Politologen Andrej Kolesnikow nicht ändern – aber womöglich die Gesellschaft.

Regisseur İlker Çatak

„Bei Wirtschaftsflüchtlingen geht es auch um Würde“

02.08.2019
Regisseur İlker Çatak verhandelt in „Es gilt das gesprochene Wort“, warum Menschen einander helfen. Ein Gespräch über Flucht, Mitgefühl – und Pauschalurteile beim Thema Migration.

Politologin Lilia Shevtsova

Die „immense Arroganz der Macht“ macht die Menschen wütend

27.07.2019
Vorläufiger Höhepunkt einer Protestwelle in Russland: Am heutigen Samstag dürften Tausende in Moskau demonstrieren – ohne Genehmigung. Die Obrigkeit wird darum hart durchgreifen, glaubt die Politologin Lilia Shevtsova.

Menschenrechtler Sergei Davidis

„Die Staatsmacht ist bemüht, den Fall runterzukochen“

10.06.2019
Der Enthüllungsjournalist Iwan Golunow wurde wegen angeblichen Drogenhandels verhaftet, doch das Gefängnis bleibt ihm vorläufig erspart. Sergei Davidis von der Menschenrechtsorganisation Memorial spricht über die Hintergründe des Falls.

Soziologe Boris Kagarlizki

„Den Zuspruch erhält der Kriegsgewinner Stalin, nicht der Massenmörder“

09.05.2019
Wie erklärt sich die hohe Popularität, die der frühere Diktator Josef Stalin in Russland laut einer aktuellen Umfrage genießt? Ein Gespräch mit dem Moskauer Soziologen Boris Kagarlizki.

Sarkis Darbinjan – Kämpfer für ein freies Internet

„Telegram wird alles tun, um für russische Nutzer verfügbar zu bleiben“

17.04.2019
Russland will sich vom globalen Internet abkoppeln. Sarkis Darbinjan von der NGO RosKomSvoboda erklärt, warum das Vorhaben nicht wie gewünscht funktionieren wird und was er mit „IP-Genozid“ meint.

Amnesty-Forschungsdirektor Denis Krivosheev

„Direkte Kritik an der Regierung wird de facto verboten“

11.03.2019
Die freie Meinungsäußerung im Internet ist in Russland schon seit Jahren eingeschränkt. Ein neues Gesetz erleichtert jetzt staatliche Zensur. Denis Krivosheev von Amnesty International ist besorgt.

Politologe Grigorii Golosov

„Putin hat sehr viele Altlasten angehäuft“

20.02.2019
Russlands Präsident hält bereits seine 15. Rede zur Lage der Nation. Der Politologe Grigorii Golosov ist sicher, dass Wladimir Putin noch lange die Macht für sich beanspruchen könnte – auch um seine persönliche Sicherheit zu gewährleisten.

Regisseurin Nadine Labaki

„Als Erste bezahlen die Kinder für unsere Kriege“

17.01.2019
In „Capernaum“ erzählt Nadine Labaki die deprimierende Geschichte des Beiruter Straßenjungen Zain. Das System dahinter nennt sie „moderne Sklaverei“.

Regisseur Gaspar Noé

„Ein Eklat ist per se nutzlos“

09.12.2018
Gaspar Noé gilt als einer der umstrittensten Regisseure des Kinos. Sein neuer Film „Climax“ erhält nun aber viel Lob. Ein Gespräch über Provokation und ihren Zweck.

Regisseur Paweł Pawlikowski

„Liebe kann sehr chaotisch sein“

26.11.2018
In „Cold War – Der Breitengrad der Liebe“ findet ein Paar einfach nicht zusammen, obwohl die gegenseitige Anziehungskraft enorm groß ist. Das hat mit den komplizierten Zeiten des Kalten Krieges zu tun, aber nicht nur. Paweł Pawlikowski hat in dem Film die Geschichte seiner Eltern verarbeitet.

Regisseur Robert Schwentke

„Wir sind nicht mehr in der Lage, uns der Barbaren zu erwehren“

14.09.2018
In „Der Hauptmann“ wird ein Deserteur der Wehrmacht zum Massenmörder. Regisseur Robert Schwentke sieht seinen Film als prophylaktische Maßnahme – gegen Aggressoren der Sorte Trump.

Schauspielerin Franziska Petri

„Es geht darum, ihn als politischen Geist aus der Gesellschaft zu entfernen“

11.09.2018
Seit einem Jahr steht Regisseur Kirill Serebrennikow in Moskau unter Hausarrest, der nun verlängert wurde. Schauspielerin Franziska Petri ist mit ihm befreundet und hält das für „zum Himmel schreiend ungerecht“.

Politologe Andrej Kolesnikow

„Für Putin ist Trump ein nützlicher Idiot“

16.07.2018
Wenn die Präsidenten Russlands und der USA diesen Montag ihren ersten Gipfel abhalten, sind die Erwartungen hoch. Doch für den Moskauer Politologen Andrej Kolesnikow ist das Treffen in erster Linie ein PR-Termin.

Wahlbeobachter Michael Link

„Das Problem sind nicht die Wahlfälschungen“

20.03.2018
Aus Sicht des Leiters der OSZE-Beobachtermission lief der Wahltag in Russland weitgehend korrekt ab. Im Interview erklärt er, warum er die Abstimmung dennoch für undemokratisch hält – und was die EU nun tun muss.

 Andreas Hoppe

„Es gab Tatort-Folgen, in denen ich kaum noch etwas zu tun hatte“

05.01.2018
Nach 21 Jahren spielt Andreas Hoppe zum letzten Mal die „Tatort“-Kultfigur Mario Kopper. Im Interview am Morgen erzählt er, warum das nicht bedauerlich ist.

Ai Weiwei

„Grenzen halten nur arme Leute auf, für die Reichen existieren sie nicht“

16.11.2017
Ai Weiwei hat eine Doku über Flucht und globale Migrationsbewegungen gedreht. Dieser „Human Flow“, sagt der Künstler, könnte eine Antriebskraft der Zivilisation sein – wenn wir ihn denn ließen.

Regisseur Rahul Jain

„Die Fabrikeigentümer denken ehrlich, dass sie den Arbeitern Gutes tun“

12.11.2017
In seinem Film „Machines“ dokumentiert Rahul Jain die Menschenfeindlichkeit der Textilproduktion in Indien. Ein Gespräch über 48-Stunden-Schichten und ermordete Gewerkschafter.

 Regisseur Uwe Janson

„Wir reden uns ein, wir seien viel humaner als im Mittelalter“

31.10.2017
Im ZDF-Dreistünder „Zwischen Himmel und Hölle“ erzählt Regisseur Uwe Janson die Geschichte der Reformation als Wettstreit ihrer ungleichen Verfechter. Ein Gespräch über Martin Luther und das eigene Gewissen.

Regisseurin Ildikó Enyedi

„Bitte, hab‘ keine Angst“

23.09.2017
Ildikó Enyedis Berlinale-Siegerfilm „Körper und Seele“ ist ein leidenschaftlicher Appell, sich auf das Leben einzulassen. Im Gespräch erklärt die ungarische Regisseurin, warum uns der moderne Pragmatismus schadet.

 Politologe Martin Rupps

„Angela Merkel wird keine Frau nachfolgen lassen“

11.09.2017
Von Adenauer bis Merkel haben alle deutschen Kanzler ihre Kanzlerschaft verspätet angetreten, sagt der Politologe Martin Rupps. Und sind dann viel zu lang geblieben. Das sei verhängnisvoll.

 Historiker Arnd Bauerkämper

„Man muss dem Zeitpunkt und dem Ort gerecht werden“

25.05.2017
An der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem irritiert Donald Trump mit einem flapsigen Eintrag ins Gästebuch. Der Historiker Arnd Bauerkämper erklärt, wie angemessene Gedenkkultur aussieht.

Regisseur Alexander Kleider

„Wir erlauben uns einen Leistungswahn, der die Demokratie schwächt“

16.05.2017
Der Filmemacher Alexander Kleider kritisiert das staatliche Schulsystem in Deutschland scharf. Seine neue Doku über eine ungewöhnliche Berliner Schule macht deutlich, wie es auch anders geht.

Volker Schlöndorff

„Kein Mensch verändert sich“

12.05.2017
Volker Schlöndorff zieht in „Rückkehr nach Montauk“ selbstkritisch Bilanz über sein Verhältnis zu Frauen. Geholfen hat ihm dabei ausgerechnet Til Schweiger.

Soul-Sängerin Y’akoto

„Auf  Angst mit Angstmache zu antworten, ist keine Lösung“

01.04.2017
Als Deutsch-Ghanaerin bezieht Y’akoto klar Stellung zur Flüchtlingsfrage. Auf ihrem neuen Album kontert die Soul-Sängerin Rassismus und Bequemlichkeit mit einem persönlichen Revolutionssong.

August Diehl

„Was Marx gedacht und geschrieben hat, passt auch heute noch“

06.03.2017
Schauspieler August Diehl zeigt in seinem neuen Film Karl Marx als jungen Idealisten. Ein Gespräch über die Parallelen zur Gegenwart und den Menschen hinter dem Mythos.

Psychiater Muamer Omerovic

„Wenn die mich schwach erleben, bin ich erledigt“

27.02.2017
In wieweit können wir unser Leben ändern, und was ist unverrückbar in uns angelegt? Der Oscar-Siegerfilm „Moonlight“ gibt Antworten, die wir aber in uns selbst suchen müssen, sagt der Psychiater Muamer Omerovic.

Regisseur Kirill Serebrennikow

„Der Sex der Macht ist gewaltiger als der eigentliche Sex“

19.01.2017
Ob im christlichen oder islamischen Fundamentalismus – die Anmaßung der Macht funktioniert ähnlich, sagt Regisseur Kirill Serebrennikov. In seinem neuen Film zeigt er, wie schnell die liberale Gesellschaft brüchig wird.

Aktionskünstler Alexander Karle

„Es war nie meine Absicht, jemanden in seinen Gefühlen zu verletzen“

18.01.2017
Der Künstler Alexander Karle machte auf einem Altar Liegestütze und wurde dafür zu einer Geldstrafe verurteilt. Kunst – oder fehlender Respekt vor religiösen Symbolen?

Ulrich Tukur

„Wir stehen unter einem Aktions- und Erfolgsdruck, der uns zerreibt“

24.10.2016
In „Gleißendes Glück“ spielt Ulrich Tukur einen seelisch Verwundeten, der nach außen den Erfolgreichen gibt. Ein Gespräch über Lebenslügen und die verstörenden Folgen.

Bjarne Mädel

„Ich wollte genauso unvorbereitet in die Situation gehen, wie man es als echtes Elternpaar ist“

22.09.2016
Ein Paar muss entscheiden, ob es ein schwer behindertes Baby bekommt oder abtreibt: Der Film „24 Wochen“ ist mutig. Hauptdarsteller Bjarne Mädel erklärt, warum.

François Cluzet

„Wenn man Hingabe vor alles stellt, kann man nicht verführt werden“

08.09.2016
Als Philippe in „Ziemlich beste Freunde“ wurde François Cluzet weltberühmt. Jetzt spielt er einen Arzt, der sich so intensiv um seine Patienten kümmert, dass er nicht einmal Augen für schöne Frauen hat.

Gianfranco Rosi

„Die Menschen sterben wie die Ratten“

28.07.2016
Für seine Doku „Seefeuer“ über die Flüchtlingsinsel Lampedusa erhielt Gianfranco Rosi bei der Berlinale den Goldenen Bären. Die Jury-Vorsitzende Meryl Streep Rosi hat Grauenhaftes gesehen.

Charlotte Gainsbourg

„Ich fühle mich nie wie eine Amerikanerin“

14.07.2016
Vom Arthouse-Kino in den Mainstream: Charlotte Gainsbourg spricht über den Dreh mit Roland Emmerich. Und darüber, warum Blockbuster wie „Independence Day: Wiederkehr“ keine Aussage haben.

Schauspieler Jordan Prentice

„Kleine Menschen sagen einem, wenn sie anders behandelt werden wollen“

04.07.2016
Diskriminierende Wortwahl und fehlender Respekt – auch Schauspieler Jordan Prentice hat das schon erleben müssen. Im Gespräch erklärt er, warum viele Kleinwüchsige in der Unterhaltungsbranche arbeiten.

Diane Kruger

„Eine so starke Frau spielen zu dürfen, war ein Geschenk“

14.06.2016
In „Sky – Der Himmel in mir“ spielt Diane Kruger eine Frau, die endlich versucht, auf eigenen Füßen zu stehen. Für die Schauspielerin eine Herzenssache, für die sie einige Opfer gebracht hat.

Hannelore Elsner

„Hass gegen das Fremde – es fängt gerade alles von vorne an“

09.06.2016
In dem Drama „Hannas schlafende Hunde“ spielt Hannelore Elsner eine Jüdin, die dem Antisemitismus der Nachkriegszeit die Stirn bietet. Das Thema hält die Schauspielerin für hochaktuell.

Cécile de France

„Frauen sind noch lange nicht frei“

06.05.2016
Cécile de France spielt im neuen Kinofilm „La belle saison“ zum wiederholten Mal eine lesbische Frau. Die Nacktszenen dienen aus ihrer Sicht der Sache.

Thomas Vinterberg

„Bedingungsloses Miteinander zerstört das Ich“

26.04.2016
In seinem Film „Die Kommune“ hat Regisseur Thomas Vinterberg eigene Erfahrungen verarbeitet. Ein Gespräch über die Schönheit, aber auch den Schrecken der experimentellen Wohnformen der Siebzigerjahre.

Pablo Trapero

„Menschen verschwanden, und uns war es egal“

08.03.2016
Regisseur Pablo Trapero erforscht in dem Thriller „El Clan“, wie Argentinien durch die Militärdiktatur in den Siebzigerjahren deformiert wurde. Dafür greift er den realen Fall einer mordenden Familie auf.

Martina Gedeck

„Ihr war klar, in welcher Falle sie sitzen“

03.03.2016
Martina Gedeck spielt die Mutter von Anne Frank. Ein Gespräch über einen Dreh unter klaustrophobischen Umständen – und warum die Mutter in den Tagebüchern so schlecht wegkam?

Jeff Nichols

„Ich hielt die NSA für unfähig“

22.02.2016
Jeff Nichols‘ neuer Thriller „Midnight Special“ ist SciFi-Kino und stellt doch eine sehr reale Frage: Wie bin ich ein guter Vater?

Mikael Nyqvist

„Für einen Pädophilen war das ein Traum“

18.02.2016
Im neuen Thriller „Colonia Dignidad“ verkörpert er das ultimativ Böse: Mikael Nyqvist spielt den pädophilen Sektenführer Paul Schäfer. „Man kann der Schizophrenie kaum näher kommen“, sagt der schwedische Schauspieler.

Isabelle Huppert

„Wie auf einem anderen Planeten“

22.01.2016
Zwei Solitäre in einer außergewöhnlichen Landschaft: In „Valley of Love“ stehen Isabelle Huppert und Gérard Depardieu gemeinsam vor der Kamera – zum ersten Mal seit 35 Jahren. Die Schauspielerin erzählt, wie es ihr dabei erging.

Martin Suter

„Mord und Totschlag mit Augenzwinkern“

15.01.2016
Martin Suters Erfolgsroman „Die dunkle Seite des Mondes“ läuft nun als Wirtschaftsthriller im Kino. Der Autor erklärt, warum die Wahrheit viel schlimmer ist als die Fiktion.

Jean-Jacques Annaud

„Ich will das Biest in mir finden“

29.10.2015
Als Regisseur spektakulärer Leinwandprojekte ist er so bekannt, dass die Verfilmung des chinesischen Bestsellers „Der Zorn der Wölfe“ fast von selbst zu Jean-Jacques Annaud fand. Und das, obwohl ihn China schon einmal zur unerwünschten Person erklärt hat.

Burkhart Klaußner

„Ohne ihn würde es uns heute schlechter gehen“

07.10.2015
Burghart Klaußner spielt im neuen Film von Grimme-Preisträger Lars Kraume den Nazi-Jäger Fritz Bauer – voller Respekt für die Figur und viel Freude an ihrer schwäbischer Mundart.

Regisseur Denis Villeneuve

„Müssen wir wirklich Monster werden?“

01.10.2015
Wie erbarmungslos darf der Rechtsstaat zurückschlagen, wenn er in seinen Grundfesten von Terroristen oder Drogenkartellen herausgefordert wird? Regisseur Denis Villeneuve stellt in „Sicario“ bohrende Fragen.

Isabel Coixet

„Wir müssen weiterkämpfen, aber ohne Bitterkeit“

07.08.2015
Die Filmemacherin Isabel Coixet erzählt gerne von starken Frauen, so auch in ihrer neuen Komödie „Learning to Drive“. Ein Gespräch über die eheliche Untreue und die Benachteiligung von Filmemacherinnen.

Dietrich Brüggemann

„Rechtsradikalismus ist kein Betriebsunfall“

17.07.2015
Der NSU hat Dietrich Brüggemann zu seiner Satire „Heil“ inspiriert. Ein Gespräch über Neonazis, die bei ihm keine großen Waffen tragen dürfen, und die Reflexe der deutschen Debattenkultur.

Wissenschaftler Rolf Pfeifer

„Roboter zwingen uns, sie am Leben zu erhalten“

15.07.2015
Ist eine Bedrohung durch Maschinen wie in „Terminator: Genisys“ realistisch? Rolf Pfeifer, Experte für Künstliche Intelligenz, gibt Entwarnung für die Menschheit. Mit einer Einschränkung.

Sebastian Schipper

„Ich habe Lust auf Fehler“

11.06.2015
Genau hier, genau jetzt: Sebastian Schipper erzählt, warum er seinen Film „Victoria“ in einer einzigen Kameraeinstellung gedreht hat – und von der Faszination eines Banküberfalls.

Susanne Bier

„Männer lieben Babys genauso wie Mütter“

14.05.2015
Inwieweit beeinflussen Klischees unsere Wertvorstellungen? Die Frage ist zentral für Oscar-Preisträgerin Susanne Bier, deren neuer Film „Zweite Chance“ nun in die Kinos kommt. Ein Gespräch über unsere unterschiedliche Wahrnehmung von Männern und Frauen in der Elternrolle und die Frage, ob durch Frevel Glück bewirkt werden kann.

Margarethe von Trotta

„Ich war die erste Frau nach Leni von Riefenstahl“

11.05.2015
Starke Frauen sind ihr Lebensthema, und auch in ihrem neuen Film „Die abhandene Welt“ präsentiert uns Margarethe von Trotta zwei Schwestern, die der Welt zeigen, wo es langgeht. Ein Gespräch über mütterliche Telepathie, das Gefühl der intellektuellen Unterlegenheit und ihre spezielles Verhältnis zu den Filmfestspielen von Venedig.

Wim Wenders

„Ich hechle an vorderster Front hinterher“

02.04.2015
Auch in seinem neuen Film „Every Thing Will Be Fine“ geht Wim Wenders neue Wege: Das stille Drama ist in 3D gedreht – ein Format, das für Actionfilme reserviert zu sein schien. Ein Gespräch über die Gnadenlosigkeit der US-Presse, Schrott im Kino und die zunehmende Kostbarkeit der Zeit.

Kenneth Branagh

„Meine Cinderella leistet Widerstand“

13.03.2015
Er kennt sich aus mit Shakespeare, wie kaum ein zweiter. Doch nun hat Kenneth Branagh ausgerechnet das Disney-Märchen „Cinderella“ neu verfilmt. Ein Gespräch über den Reiz alter Geschichten, die Probleme von Patchworkfamilien und den Preis des Ruhms.

Ava DuVernay und David Oyelowo

„Hier wird ein großartiger Schauspieler übergangen“

20.02.2015
Ihr Film „Selma“ über Martin Luther King wird überschwänglich gelobt, doch weder die Regisseurin noch der Hauptdarsteller sind für den Oscar nominiert. Ein Gespräch mit beiden über Strippenzieher in Hollywood und Deutschland als Vorbild.

Ulrich Chaussy

„Der Bote wird erschlagen“

04.02.2015
Das Oktoberfest-Attentat ist sein Lebensthema: Nach dem Film über Journalist Ulrich Chaussy wurden die Ermittlungen nun wieder aufgerollt. Ein Gespräch über Abgründe der bayerischen Politik, die Frage nach den Hintermännern, und warum seine Erkenntnisse erst jetzt ernst genommen werden.

 Liv Ullmann

„Ich bin nur angeblich emanzipiert“

28.01.2015
Liv Ullmann war der Star von Ingmar Bergmann, inzwischen führt sie selbst Regie. Warum die Tragödie „Fräulein Julie“ aktuell ist, inwiefern sich Klassenunterschiede vielleicht verstärkt haben und über Einsamkeit spricht sie im Interview.

Petr  Forman

„Wir appellieren an die Menschen, sich zu öffnen“

20.01.2015
Seine Mutter ist eine landesweit bekannte Sängerin, sein Vater weltberühmter Regisseur: Petr Forman stammt aus einer bedeutenden Künstlerfamilie Tschechiens, nun bringt er seine Erfahrungen als Künstlerischer Leiter der europäischen Kulturhauptstadt Pilsen ein. Ein Gespräch über Bier, Skateboards und darüber, was von „Pilsen2015“ bleiben soll.

Jean-Pierre und Luc Dardenne

„Vom Reiz, auch mal mit Stars zu arbeiten“

30.10.2014
Zweimal haben sie in Cannes triumphiert. Dennoch ist kaum jemand bodenständiger als die Regisseure Jean-Pierre und Luc Dardenne. In ihren Filmen treten meist Laiendarsteller auf – in dem Sozialdrama „Zwei Tage, eine Nacht“ nicht. Ein Gespräch über unsere Arbeitswelt, gute Sitten und Marion Cotillard.

Mads Mikkelsen

„Wer zu weit geht, verändert sich für immer“

09.10.2014
Er hätte längst nach Hollywood gehen können, doch Mads Mikkelsen blieb dem europäischen Film treu. Nun spielt er den Helden in einem dänischen Western – genauso verschwitzt, blutend und gerissen wie Gary Cooper oder John Wayne. Ein Gespräch über Sergio Leone, den wilden Westen und das Dogma-95-Manifest.

Nina Hoss

„Er war einer der größten Schauspieler unserer Zeit“

18.09.2014
In dem britischen Agententhriller „A Most Wanted Man“ spielt Nina Hoss eine Geheimdienstlerin – an der Seite des jüngst verstorbenen Oscar-Preisträgers Philip Seymour Hoffman. Ein Gespräch über die Lüge, US-Filme und einen großartigen Kollegen.

Tony Revolori

„Der Film hat mir viele Türen geöffnet“

09.09.2014
Er ist noch sehr jung, doch er kennt bereits viele berühmte Schauspieler. Deren Bekanntschaft machte Tony Revolori in der Rolle des Hotelpagen „Zero“ in Wes Andersons Historiensatire „Grand Budapest Hotel“. Ein Gespräch über hohe Erwartungen und das Gefühl, den Durchbruch geschafft zu haben.

Y’akoto

„Viele sind nicht am Ort ihrer Wahl“

18.08.2014
Sie lebt in Hamburg, doch als Tochter eines Ghanaers kennt Musikerin Y’akoto die Verhältnisse in Afrika sehr genau. Auf ihrer neuen Platte „Moody Blues“ gedenkt sie der ertrunkenen Flüchtlingen von dort. Ein Gespräch über das Wandeln zwischen den Welten und die Würde des Menschen.

Richard Linklater

„Es kommt auf den Moment an“

10.06.2014
Er ist ein Meister des Timings und des originellen Dialogs. Im Film „Boyhood“ packt Richard Linklater seine Menschenkenntnis in eine Familiengeschichte, die einen faszinierenden Effekt entfaltet. Ein Gespräch über Sensationen des Alltags.

Viggo Mortensen

„Alle lügen, und alle verlieren“

28.05.2014
Idealspießer und Killer, das geht bei Viggo Mortensen zusammen, beides hat er schon dargestellt, sogar im selben Film. Nun spielt er einen Hochstapler, der erst seine Weltläufigkeit zelebriert und dann aus dem Gleichgewicht gerät. Ein Gespräch über Hitchcock, die Sechzigerjahre und den Film noir.

Charly Hübner

„Ich verteidige meine Kinofiguren bis aufs Messer“

02.04.2014
Im Kinofilm „Banklady“ spielt Charly Hübner einen Bankräuber im Hamburg der Sechzigerjahre, der mit Macker-Charme und dem Versprechen auf ein besseres Leben eine Komplizin und Geliebte gewinnt. Ein Gespräch über die Nachkriegszeit, Männlichkeit und sein Körpergewicht.

Wes Anderson

„Die sind viel reicher als ich“

12.03.2014
Mit „Grand Budapest Hotel“ erobert Regisseur Wes Anderson das Kinopublikum derzeit im Sturm. Seine Historiensatire besticht mit typischem Charme, einer hinreißenden Kulisse und einem Staraufgebot, das kaum zu überbieten ist. Ein Gespräch über die Nostalgie, seine Film-Familie und das Niedriglohn-Modell, dem er seine Stars unterwirft.

Doris Dörrie

„Im Süden werden wir wilder“

07.03.2014
Dicke deutsche Pauschalurlauber in Spanien und die Versäumnisse der Hippies: Doris Dörries neuer Film heißt „Alles inklusive“. Im Interview spricht sie über das Verbindende des Makels und Sex als Mittel der Selbstdarstellung.

Romani Rose

„Unerträgliche und beschämende Diskussion“

21.01.2014
Sein Leben lang hat Romani Rose für die Minderheitenrechte der Roma gekämpft. Ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma über die aktuelle Debatte zur Zuwanderung von Rumänen und Bulgaren, den Populismus der CSU und das uneinheitliche Gedenken an die Opfer des Dritten Reichs.

Christiane Paul

„Man muss Abstriche machen“

21.11.2013
Sie ernährt die Familie, er passt auf die Kinder auf. In dem Film „Eltern“ läuft es für Ärztin Christine, gespielt von Christiane Paul, wunderbar – bis ihr Mann in seinen Beruf zurückkehrt. Innerhalb kürzester Zeit muss Christine massiv umdenken. Ein Gespräch über moderne Familien, die Herdprämie und Improvisation.

François Ozon

Schöne Menschen wollen unanständig sein“

14.11.2013
Er ist bekannt für seinen offenen Umgang mit der Sexualität, und auch in seinem neuen Film „Jung & Schön“ sind François Ozon moralische Kategorien fremd: Frei von jeder Bewertung erzählt er darin die Geschichte einer 17-Jährigen, die auf der Suche nach sich selbst zur Prostituierten wird. Ein Gespräch über Jugend, Schönheit und Voyeurismus.

James Blunt

„Ich bin mutiger als meine Kritiker“

15.10.2013
Seit dem Erfolg von „You are beautiful“ ist James Blunt zu einer festen Größe in den Hitlisten geworden. Am Freitag erscheint sein neues Album, „Moon Landing“, und schon wieder liegt das ausgekoppelte Stück „Bonfire Heart“ auf Platz eins der deutschen Single-Charts. Ein Gespräch über die Kehrseite des Erfolgs, seine soldatische Vergangenheit und den Vorwurf, schmalzig zu sein.

Radu Mihăileanu

„Nicht so weit weg vom Westen“

11.10.2013
Er hat staatliche Repression am eigenen Leib zu spüren bekommen, nun befasst sich der Filmemacher Radu Mihăileanu mit der Unterdrückung der Frauen in der arabischen Welt. In „Die Quelle der Frauen“ treten Bewohnerinnen eines nordafrikanischen Dorfes in den „Liebes-Streik“, weil sie nicht mehr als Einzige schuften wollen. Im Interview spricht der Regisseur über Vergewaltigung in der Ehe, Parallelen zum Westen und die Poesie im Arabischen.

Sebastián Lelio

„Wer leben will, muss das Risiko akzeptieren“

08.08.2013
Mit 60 sind die Menschen heute längst nicht mehr an der Schwelle zum Tod, sondern haben vielmehr Bedürfnisse, mit denen sie oft allein gelassen werden. Davon handelt die Tragikomödie „Gloria“ des chilenischen Regisseurs Sebastián Lelio, die jetzt ins Kino kommt. Ein Gespräch über Jugendwahn, die Rührseligkeit von Italo-Pop und Sex im Alter.

Jesse Eisenberg

„Ich habe nicht oft die Gelegenheit, Leute anzubrüllen“

11.07.2013
Als Schauspieler lernt Jesse Eisenberg noch, das Publikum zu manipulieren – als Zauberer in dem neuen Thriller „Die Unfassbaren“ kann er es schon. Ein Gespräch über die Gefahren der Magie, seine Tränen als Schüler und warum er so oft arrogante Typen spielt.

Daniele Vicari

Vom Mechanismus der Staatsgewalt

28.06.2013
Auf dem G-8-Gipfel 2001 im italienischen Genua kam erst ein Globalisierungsgegner zu Tode, dann knüppelte die Polizei friedliche Demonstranten nieder. Über diesen Gewaltausbruch hat Daniele Vicari einen Film gemacht, der kaum zu ertragen ist. Ein Gespräch über Folter, Schuld und unkontrollierte Staatsgewalt.

Alex Hepburn

„Wut über die Welt“

13.06.2013
Sie gilt als Mischung aus Janis Joplin und Pink: Alex Hepburn hält sich seit Wochen in den französischen Top-Ten, nun erscheint ihr Debüt-Album „Together Alone“ in Deutschland. Ein Gespräch über den Club 27, Verlust in der Familie und falsche Gefühligkeit im Pop.

Călin Peter Netzer

„Du musst Dich anpassen, um zu überleben“

23.05.2013
Er ist der neueste Regie-Star des rumänischen Kinos: Călin Peter Netzer triumphierte mit seinem Familiendrama „Mutter und Sohn“ bei der diesjährigen Berlinale, für das er den Goldenen Bären gewann. Nun kommt der Film in die deutschen Kinos. Ein Gespräch über den ungewöhnlichen Erfolg von Filmemachern aus Rumänien, Korruption – und eine Mutter als Monster.

Gerhard Robbers

„Der Ton für das Schreckliche kann gefunden werden“

03.05.2013
In ethischen Fragen ist er ein Experte. Gerade deswegen lag dem Staatsphilosophen Gerhard Robbers eine Oper über den Nationalsozialismus am Herzen, die er als Präsident des 34. Evangelischen Kirchentages ins Programm hob. Ein Gespräch über die Inszenierung eines Tabus, den Opern-Liebhaber Dietrich Bonhoeffer und evangelische Heilige.

Keanu Reeves

„Am Ende sind alle drei Helden“

09.04.2013
Eigentlich sind ausverkaufte Kinos seine Bühne, doch nun ist Keanu Reeves in einer Arthouse-Produktion zu sehen. In Deutschland wird der Film unter dem Titel „Threesome – Eine Nacht in New York“ nur auf DVD veröffentlicht. Ein Gespräch über „Big Apple“, die heutige „Generation X“ und den Sinn des Lebens.

John Hillcoat

„Amerika glaubt, es sei unbesiegbar“

27.03.2013
Als Australier ist Regisseur John Hillcoat ein unerbittlicher Beobachter der Vereinigten Staaten. Für das Prohibitions-Epos „Lawless“ mit Jessica Chastain und Shia LaBeouf, das in Deutschland nur auf DVD erscheint, wählte er eine der blutigsten Epochen in der Geschichte der USA. Ein Gespräch über Amokläufe und seine Freundschaft mit Nick Cave.

Hans-Christian Schmid

„Das geht an die Grenzen der eigenen Existenz“

20.03.2013
Wenn die elterliche Familie an einem einzigen Heimfahrwochenende kollabiert: Hans-Christian Schmid konfrontiert in seinem aktuellen Film mit der zerstörerischen Wirkung von erst kleinen und dann großen Lügen. Ein Interview über das klassische Familienbild, den Preis der Verantwortung und die Hilflosigkeit beim Umgang mit depressiven Angehörigen.

Jeremy Irons

„Wir verändern uns, ohne es zu bemerken“

07.03.2013
Eine Buchverfilmung hat ihm einst den Oscar gebracht, nun kommt Jeremy Irons mit Bille Augusts Leinwand-Adaption von „Nachtzug nach Lissabon“ in die Kinos. Ein Interview über die Chancen im Leben, menschliche Metamorphosen und die Zusammenarbeit mit Martina Gedeck.

Matthias Glasner

„Mensch sein, heißt schuldig werden“

18.10.2012
Die Protagonisten seiner Filme sind Vergewaltiger, Pädophile oder andere Triebtäter: Matthias Glasner ist fasziniert vom Kampf des Menschen mit seinen Dämonen. Im neuen Film „Gnade“ präsentiert der Regisseur Birgit Minichmayr als Gutmenschen, der plötzlich mit tiefer Schuld leben muss. Ein Gespräch über die Unteilbarkeit von Gut und Böse und den Kleinmut im deutschen Kino.

Julie Delpy

„Obszönitäten? In Frankreich ganz normaler Slang“

05.07.2012
Sie fühlt sich als Französin, doch sie lebt in Amerika: Für Julie Delpy sind die kulturellen Unterschiede zwischen ihrem Herkunftsland und ihrer Wahlheimat zu einem Lebensthema geworden, das sie nun in ihrem neuen Film „2 Tage New York“ erneut verarbeitet. Ein Gespräch über Partytiere im 16. Jahrhundert, Poesie und Pornografie.

Alina Levshin

„Der Reiz war, das Extreme rauszuholen“

09.05.2012
Für die Darstellung einer ukrainischen Prostituierten gewann Alina Levshin erste Auszeichnungen, nun brachte ihr die Rolle einer vulgären und brutalen Neonazi-Frau den Deutschen Filmpreis ein. Ein Gespräch über das Hässliche, die Gefahr in einer Schublade zu landen und den Unterschied zwischen russischen und deutschen Frauen.

Uwe Ochsenknecht

„Berühmtsein ist doch toll“

16.03.2012
In der neuen Fernsehserie des Privatsenders 13th Street tritt Uwe Ochsenknecht als Erzähler tragischer Episoden auf. In dieser Rolle muss er sich mehr zurücknehmen als gewohnt. Warum ihn genau dies gereizt hat – und warum es ihn nervt, wenn „No-Names“ mehr verdienen als er: ein Gespräch über das Schauspielerdasein, Gagen und die Frauen.

Armin Mueller-Stahl

„Ich bin für die Zerstörung von Schönheit“

16.02.2012
Er behauptet von sich, Zeichnen falle ihm viel leichter als die Schauspielerei. In dem Drama „Die Farben des Herbstes“, das jetzt auf DVD erscheint, kann Armin Mueller-Stahl die zwei Disziplinen miteinander verbinden. Ein Gespräch über die Schönheit der Malerei, den menschlichen Überlebenskampf und Blut im Museum.

Regisseur Markus Schleinzer

„Wir alle sind Täter“

26.01.2012
Er will nicht skandalisieren, doch das Spielfilmdebüt „Michael“ von Regisseur Markus Schleinzer polarisiert. Sein Film stellt das maximal Unbegreifliche und Verwerfliche dar: das erzwungene Zusammenleben eines zehnjährigen Jungen mit einem pädophilen Mann. Ein Gespräch über die menschliche Würde, die Demut gegenüber Opfern und Tätern und die Keimzelle des Bösen – die Familie.

Regisseur Cyril Tuschi

„Ich kann nicht immer Angst haben“

12.05.2011
Für seinen Dokumentarfilm „Khodorkovsky“ hat Regisseur Cyril Tuschi viel durchgemacht. Nun ist er dafür ausgezeichnet worden. Ein Gespräch über Ehrlichkeit, Geld und das Klappmesser in der Tasche.

Bosnischer Widerstandskämpfer Edis Kolar

„Waffen finden immer ihren Weg“

01.04.2011
Die Nato hat entschieden: Die Rebellen in Libyen bekommen keine Gewehre und Raketen – zumindest offiziell. Doch Waffenembargos können unterlaufen werden. Wie das geht, erklärt Edis Kolar, der im Bosnienkrieg Waffen schmuggelte.

Klaus Töpfer

„Politik braucht Kraft zum Umfallen“

24.03.2011
Er ist der oberste Weise der neuen Atom-Skeptikerin Angela Merkel: Ex-Umweltminister Klaus Töpfer hat nie einen Hehl aus seiner ablehnenden Haltung gegenüber Kernenergie gemacht. Nun steht er an der Spitze eines Ethikrats, der die Kanzlerin zur künftigen Nutzung von Atomkraft beraten soll. Der CDU-Politiker über unverantwortliche Politik – und einen möglichen deutschen Sonderweg.

Ökonom Markus Voeth

„WM ist produktivitätsvernichtend“

05.07.2010
Foul oder nicht? Elfmeter? Allein mit Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen oder Tore geht während der WM Arbeitszeit verloren. Wie viel genau? Das hat der Ökonom Markus Voeth ausgerechnet.

Karel Fürst zu Schwarzenberg

„Parteipolitik ist keine Veranstaltung für Heilige“

09.01.2010
Tschechiens beliebtester Politiker, Ex-Außenminister Karel Fürst zu Schwarzenberg, besucht die CSU in einer schwierigen Zeit. Ein Gespräch über die Krise großer Parteien, Lobbyismus – und Diskreditierungen in der Politik.

„Crash-Prophet“ Max Otte

„Dann wird es brutal“

15.01.2009
Seitdem der Ökonom Max Otte als einer der ganz wenigen Experten die Finanzkrise voraussah, gilt er als der „Crash-Prophet“. Die Rettung der Commerzbank durch den Staat geißelt er – und auch eine Weltwirtschaftskrise hält er nicht für ausgeschlossen.

Russland-Experte Roland Götz

„Das ist die alte Ostpolitik“

15.11.2006
Russland strebt nach Westen: Die Unternehmen des Landes würden sich nur allzu gerne bei deutschen Konzernen einkaufen – doch oft genug stehen sie vor verschlossenen Türen. Der Russland-Experte Roland Götz hält die deutsche Haltung für doppeldeutig und mahnt eine zeitgemäße Strategie an.

Sozialethiker Friedhelm Hengsbach

„Die Gegner fühlen sich in die Enge gedrängt“

27.06.2005
Seit seiner Rückkehr in die Politik stößt Oskar Lafontaine auf eine breite Front der Ablehnung. Der Sozialethiker Friedhelm Hengsbach verurteilt die Angriffe auf die Person des früheren SPD-Chefs als „unangemessen“. In Wahrheit fühlten sich die etablierten Parteien bedroht.

Kapitalismuskritiker Klaus-Peter Kisker

„Er hat nicht kapiert, worum es geht“

19.05.2005
Franz Müntefering scheint mit seinem klassenkämpferischen Jargon einen wunden Punkt der deutschen Befindlichkeit getroffen zu haben. Der Kapitalismuskritiker Klaus-Peter Kisker bezweifelt allerdings, ob der erste Sozialdemokrat des Landes die Thesen von Marx richtig verstanden hat.

Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer

„Dieser Kurzschluss ist grundfalsch“

08.02.2005
Für Edmund Stoiber liegen die Dinge auf der Hand: Die Bundesregierung hat bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit versagt und damit dem Rechtsextremismus den „Nährboden“ bereitet. Der Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer wirft dem CSU-Chef eine „allzu simple Logik“ vor.

Festivalchefin Eva Zaoralova

„Die Jahre der Stagnation sind vorüber“

15.07.2002
Es liegt praktisch um die Ecke und gehört zu den wichtigsten Filmfestspielen der Welt. Dennoch ist das Filmfestival im tschechischen Karlsbad hierzulande kaum bekannt. Programm-Direktorin Eva Zaoralova wundert sich über diese Ignoranz allerdings überhaupt nicht..